Evropská jazyková cena Label

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Ziel des Europäischen Sprachensiegels ist es, neue und außerordentliche Aktivitäten im Bereich der Sprachausbildung zu fördern, diese unter der Fachöffentlichkeit zu propagieren und Andere zur Aufnahme solcher Aktivitäten in den Sprachunterricht zu animieren.

Webseiten des Programms

Grundinformation

Das Europäische Sprachensiegel entstand als Initiative, die aus einem Dokument hervorging, das von der Europäischen Kommission 1995 herausgegeben wurde - „White Paper: Teaching and Learning towards the learning society", in dem sich die EU zum Ziel setzte, den Bürgern der Mitgliedstaaten behilflich zu sein, neben der Muttersprache mindestens zwei weitere Fremdsprachen zu beherrschen.

Die Tradition der Verleihung des Europäischen Sprachensiegels in der Tschechischen Republik begann Ende 2001, als die Tschechische Republik gemeinsam mit weiteren Kandidatenländern eingeladen wurden, sich an diesem Programm zu beteiligen. Erstmals wurden die Siegel 2002 verliehen.

Ziele des Programms

Ziel des Europäischen Sprachensiegels ist es, qualitative innovative Projekte aus dem Bereich der Sprachausbildung zu fördern und mittels dieser Auszeichnung ihre bessere Publizität zu gewährleisten, weitere Lehrer zur Übernahme dieser Aktivitäten im Sprachunterricht zu animieren, ihnen zu helfen, neue innovative Elemente in den Sprachunterricht aufzunehmen und insgesamt das Interesse am Bereich Sprachausbildung zu steigern. Alljährlich werden außerordentliche Projekte im Bildungsbereich ausgezeichnet.

Das Siegel kann jeglichem innovativen Projekt oder einer Aktivität aus dem Bereich Sprachausbildung verliehen werden. Es kann sich um Aktivitäten/Projekte in der Phase der Umsetzung mit bereits nachweisbaren Ergebnissen oder um erfolgreich abgeschlossene Projekte handeln (höchstens jedoch binnen drei Jahren ab ihrem Abschluss). Die Auszeichnung können lediglich Projekte erhalten, die alle Bedingungen der Aufforderung zur Vorlage von Anträgen erfüllen.

Link auf die Seiten der Europäischen Kommission, die auf die Förderung des Sprachunterrichts und der sprachlichen Vielfalt abzielen: http://ec.europa.eu/languages/index_cs.htm

Allgemeine Kriterien

Ein zur Auszeichnung vorgelegtes Projekt muss zum einen die allgemeinen, von der Europäischen Kommission festgelegten Kriterien und ferner mindestens eine der europäischen oder nationalen Prioritäten erfüllen.

  • Ein Projekt sollte in seinem Ansatz komplex sein. Alle Elemente eines Sprachprojekts - von den Schülern/Studierenden bis zu den Lehrern, von den Methoden bis zu den Materialien sollten darauf abzielen, dass sie die Bedürfnisse der Schüler/Studierenden identifizieren und ihnen entgegenkommen.
  • Ein Projekt sollte in seinem nationalen Kontext einen Mehrwert bieten. Dies bedeutet eine klare Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts und -studiums aus qualitativer wie auch quantitativer Sicht. Die „Quantität“ kann ein Projekt betreffen, das das Studium mehrerer, insbesondere weniger verbreiteter Sprachen fördert, während die „Qualität“ die Einführung verbesserter Verfahren, Ansätze und Methoden betreffen kann.
  • Ein Projekt sollte Studierende wie Lehrer zur Verbesserung ihrer Sprachkompetenzen motivieren.
  • Ein Projekt sollte originell und kreativ sein. Es sollte innovative Ansätze an das Fremdsprachenstudium vorstellen und gleichzeitig die Eignung dieser Ansätze für die gegebene Gruppe von Schülern/Studierenden sicherstellen.
  • Ein Projekt sollte auf die europäischen Prinzipien Wert legen. Es sollte der europäischen sprachlichen Vielfalt angepasst sein und diese Vorteile nutzen - zum Beispiel mittels einer grenzüberschreitenden Kooperation. Ein Projekt sollte mittels der Sprachkompetenzen aktiv das Verständnis zwischen den Kulturen fördern.
  • Ein Projekt sollte übertragbar sein und eine eventuelle Inspirationsquelle für Sprachprojekte in Institutionen in der Tschechischen Republik oder im Ausland darstellen.

Prioritäten für 2017

Über die europäischen Prioritäten entscheidet jedes Jahr die Europäische Kommission und über die nationalen Prioritäten eine Fachjury des Programms Sprachensiegel. Für 2017 wurden auf der Grundlage der Empfehlungen der Europäischen Kommission diese Prioritäten festgelegt:

  1. Mehrsprachige Schulen und Klassen – die Vielfältigkeit an den Schulden nutzen
    Diese Priorität zielt auf die formelle Schulbildung ab und widmet auch der Mehrsprachigkeit und dem Spracherwerb an Berufs- und weiterbildenden Schulen Aufmerksamkeit. Die mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichneten Projekte werden als Beispiele guter Praxis von mehrsprachigen Schulen/Klassen mit Augenmerk auf die Vielfältigkeit und den interkulturellen Dialog, die Förderung von sprachlicher Vielfalt im Sprachunterricht und der beruflichen Entwicklung von Lehrern in diesem Bereich dienen. Besondere Aufmerksamkeit sollte Maßnahmen gewidmet werden, die Kinder fördern, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen. Alle Kinder sollten gleiche Chancen haben, um in der Schule ihr Potenzial zu nutzen, und die Beherrschung der Unterrichtssprache ist dafür eine unerlässliche Bedingung.
  2. Eine sprachenfreundliche Gesellschaft – informeller Fremdsprachenerwerb
    Mit einer „sprachenfreundlichen Gesellschaft“ ist ein soziales Umfeld gemeint, in dem das Lernen von Fremdsprachen und das interkulturelle Verständnis aktiv unterstützt werden und in dem Mehrsprachigkeit gefördert wird und positiv besetzt ist. Die Bedürfnisse von Sprechern aller Sprachen werden umfassend berücksichtigt, und die sprachliche Vielfalt wird als Bereicherung für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung und die wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Eine größere sprachliche Offenheit der europäischen Gemeinschaften mit Respekt gegenüber den sprachlichen Besonderheiten benachbarter Sprachen führt zu einer Qualitätsverbesserung des Niveaus des Spracherwerbs und einer Steigerung des interkulturellen Bewusstseins. Dies kann auf vielfältige Weise erreicht werden: Nutzung der Kompetenzen mehrsprachiger Bürger, Studentenaustausch usw., Untertitelung von Filmen und Fernsehsendungen, Nutzung der Medien, um die Menschen in Kontakt mit anderen Sprachen und Kulturen zu bringen, Förderung generationenübergreifender Lernprojekte, Tourismusprojekte, grenzüberschreitende Projekte usw.; Nutzung informellen Lernens, z. B. in der Familie, zwischen den Generationen oder in der Gemeinschaft.
  3. Sprachunterricht für alle
    Willkommen sind insbesondere Projekte, die gezielt auf die Sprachausbildung von Personen mit Lernstörungen, mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, von Personen aus sozialen Risikogruppen, begabter Schüler und Studierender usw. ausgerichtet sind.
  4. Entwicklung der Fremdsprachenkompetenzen von Lehrern
    Eine Auszeichnung können Organisationen beantragen, die ein auf die Weiterbildung pädagogischer Mitarbeiter im Bereich Sprachen ausgerichtetes Projekt umsetzen. Es kann sich um die Entwicklung der Kompetenzen von Lehrern von Sprachen- wie auch Nichtsprachenfächern handeln, Augenmerk wird auf die nachweislichen Auswirkungen des Projekts auf die Schule, die Lehrer und Schüler und auch auf die Zusammenarbeit der Lehrer im Rahmen der Schule und einen Mehrwert des gegebenen Projekts gelegt. 

Ansprechpartner, Verwaltung des Sprachensiegels:

Lucie Münchová - lucie.munchova@dzs.cz

Pavla Šabatková - pavla.sabatkova@dzs.cz

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